Internet-Richtlinien

Die Internetanbindung ist die Grundlage für globales Wirtschaftswachstum und soziale Teilhabe, doch weit über zwei Milliarden Menschen haben nach wie vor keinen Internetzugang. Die ICC setzt sich für eine sinnvolle Anbindung sowie für ein offenes, sicheres, stabiles und widerstandsfähiges Internet ein.

Eine flächendeckende und stabile Internetverbindung fördert das Unternehmenswachstum.

Das Internet ermöglicht es Menschen und Unternehmen, sich weiterzubilden, Handel zu treiben, zu kommunizieren und auf wichtige Dienste zuzugreifen.

Dennoch haben weit über zwei Milliarden Menschen noch immer keinen Internetzugang, und vielen weiteren fehlt es an der notwendigen Zugangsqualität, um uneingeschränkt an der digitalen Wirtschaft teilhaben zu können.

Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass uneinheitliche nationale Vorgehensweisen und einseitige Entscheidungen die globale Reichweite des Internets untergraben, die Kosten für Unternehmen in die Höhe treiben und Innovationen bremsen.

Wir bei ICC setzen uns für ein offenes, sicheres, stabiles und inklusives Internet ein, das auf einer funktionierenden Netzanbindung basiert und durch eine Multi-Stakeholder-Governance gestärkt wird.

Wir sind der Ansicht, dass politische Entscheidungen, die das Internet betreffen, am wirksamsten sind, wenn Regierungen, Wirtschaft, Fachkreise und die Zivilgesellschaft zusammenarbeiten.

Im Rahmen der ICC-Initiative „Business Action to Support the Information Society“ (BASIS) bringen wir das praktische Fachwissen der globalen Wirtschaft in wichtige Prozesse der Internet-Governance ein – darunter den Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS) und das Internet Governance Forum (IGF).

Unser Engagement trägt dazu bei, politische Rahmenbedingungen zu gestalten, die ein einheitliches, globales Internet bewahren und den Zugang erweitern, damit die digitale Wirtschaft eine inklusive Entwicklung für alle Menschen überall vorantreiben kann.

Diese Arbeit wird geleitet von:

ICC-Kommission für die globale digitale Wirtschaft

Timea Suto, Leiterin für globale Politik – Digital

Meni Anastasiadou, Global Policy Manager – Digital

Möchten Sie die Lösung mitgestalten?

Wofür wir stehen 

Das Internet ist zu einer Grundlage für sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt geworden. Dennoch haben Milliarden von Menschen noch immer keinen Zugang dazu. Der Ausbau der Infrastruktur allein wird diese Lücke nicht schließen. Um eine flächendeckende, sinnvolle Vernetzung zu erreichen, müssen Infrastrukturinvestitionen mit politischen Maßnahmen einhergehen, die die Nutzung und die uneingeschränkte Teilhabe an der digitalen Wirtschaft ermöglichen – von erschwinglichem Zugang über digitale Kompetenzen bis hin zu Inhalten, die den lokalen Bedürfnissen entsprechen. Ohne diese Voraussetzungen bleiben Gemeinschaften vom Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, Handel und öffentlichen Dienstleistungen ausgeschlossen, und das Versprechen der Digitalisierung, globale Ziele voranzubringen, bleibt unerfüllt. Regierungen müssen Strategien priorisieren, die den Ausbau der Infrastruktur mit Maßnahmen zur Akzeptanz verbinden, um sicherzustellen, dass Konnektivität Inklusion und Wachstum für alle ermöglicht. 

Eine sinnvolle Vernetzung hängt von Rahmenbedingungen ab, die die Voraussetzungen für Investitionen und Innovationen entlang der gesamten digitalen Wertschöpfungskette schaffen. Eine zurückhaltende, evidenzbasierte und wettbewerbsfördernde Regulierung baut Markteintrittsbarrieren ab, stärkt das Vertrauen und fördert den Markteintritt neuer Akteure.

Eine effektive Frequenzverwaltung sowie vorhersehbare und interoperable Vorschriften fördern den Netzausbau sowie die Entstehung innovativer Geschäftsmodelle und Dienste. Durch den Abbau von Einführungshürden und die Gewährleistung offener, wettbewerbsorientierter Märkte bieten förderliche politische Rahmenbedingungen die nötige Sicherheit und die Anreize, um öffentliche und private Investitionen in großem Umfang zu mobilisieren. Diese Rahmenbedingungen stellen sicher, dass digitale Technologien weltweit langfristigen Nutzen für Gesellschaften, Unternehmen und Volkswirtschaften bringen können.

Ein Multi-Stakeholder-Governance-Modell ist der Eckpfeiler einer wirksamen Internet-Governance und der Entwicklung digitaler Politik. Wenn Regierungen, Wirtschaft, technische Experten, die Zivilgesellschaft und die Wissenschaft zusammenarbeiten, bringen sie die Vielfalt an Fachwissen ein, die erforderlich ist, um eine wirksame und zukunftssichere digitale Politik zu gestalten. Dieser kooperative Ansatz bildet die Grundlage für Fortschritte beim Ausbau einer sinnvollen Konnektivität, bei der Sicherung eines global vernetzten und unfragmentierten Internets, bei der Ermöglichung vertrauenswürdiger grenzüberschreitender Datenströme, bei der Stärkung der Cybersicherheit, bei der Bekämpfung der Cyberkriminalität und bei der Förderung einer verantwortungsvollen KI-Entwicklung.

Internet Governance Forum 

Das Internet Governance Forum (IGF) gilt als eines der wichtigsten Ergebnisse des Weltgipfels zur Informationsgesellschaft (WSIS) – eines zweistufigen Gipfeltreffens der Vereinten Nationen in den Jahren 2003 und 2005, auf dem eine gemeinsame globale Vision für eine inklusive, auf den Menschen ausgerichtete Informationsgesellschaft festgelegt wurde.

Die ICC hat die Vertreter der Privatwirtschaft zu diesem Gipfel zusammengebracht und fungiert weiterhin als Sprachrohr der globalen Wirtschaft in allen Folgeprozessen, einschließlich des IGF, wo wir uns für Folgendes einsetzen: 

IGF 2025 – Leitfaden für Neulinge

Dieser Leitfaden soll Ihnen als Unternehmensneuling die Teilnahme am Internet Governance Forum 2025 erleichtern.

IGF 2025 – Leitfaden für Unternehmen

In diesem Leitfaden erfahren Sie, welche Botschaften die Wirtschaft über ICC BASIS auf dem Internet Governance Forum 2025 vermitteln wird.