Kreislaufwirtschaft und internationaler Handel: Handlungsoptionen für die Welthandelsorganisation
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ICC, UNO und Partner
Der Übergang von einem linearen, ressourcenraubenden Modell nach dem Prinzip „Produzieren-Verwenden-Wegwerfen“ hin zu einem stärker kreislauforientierten Ansatz, der Ressourceneffizienz und die Entkopplung der Wirtschaftsleistung vom Materialeinsatz fördert, erfordert eine tiefgreifende Veränderung der Geschäftsmodelle. In der heutigen hochintegrierten Weltwirtschaft dürfte der internationale Handel eine entscheidende Rolle bei der Erleichterung dieses Übergangs spielen, indem er bestehende komparative Vorteile nutzt und Skaleneffekte ermöglicht. Allerdings haben mehrere Regierungen im Bestreben nach mehr Kreislaufwirtschaft eine Vielzahl handelsbeschränkender Maßnahmen ergriffen, wie die jüngsten Einfuhrverbote für Kunststoffabfälle zeigen. Der vorliegende Bericht schlägt drei mögliche Ansätze vor, die im Rahmen der strukturierten WTO-Diskussion über Handel und ökologische Nachhaltigkeit (TESSD) geprüft werden sollten.
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Dieser Bericht untersucht die Schnittstelle zwischen Handel und dem Übergang zu einer stärker kreislauforientierten Wirtschaft. In der heutigen hochgradig integrierten Wirtschaft spielt der internationale Handel eine entscheidende Rolle bei der Erleichterung dieses Übergangs, indem er bestehende komparative Vorteile nutzt und Skaleneffekte ermöglicht. Güter und Dienstleistungen überschreiten bereits in praktisch allen Phasen der Kreislaufwertschöpfungskette die Grenzen, von vorgelagerten Designleistungen bis hin zu wiederaufbereiteten Gütern und Sekundärrohstoffen. Dennoch sind handelspolitische Maßnahmen nicht immer auf Kreislaufwirtschaftsziele abgestimmt. Ebenso können politische Maßnahmen zur Förderung einer Kreislaufwirtschaft negative Auswirkungen auf den Handel haben, auch wenn dies unbeabsichtigt ist. Da die Rolle des Handels und der Handelspolitik zunehmend Beachtung findet, wird es für politische Entscheidungsträger entscheidend, zu verstehen, wie diese den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft wirksam unterstützen können.
Als Beitrag zu diesem aufstrebenden Forschungsgebiet gibt dieser Bericht einen Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse der vorhandenen Literatur und ergänzt diese durch qualitative Erkenntnisse aus Interviews mit Entscheidungsträgern der Handelspolitik, Forschern in Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen des privaten Sektors, die in verschiedenen Segmenten der Wertschöpfungsketten der Kreislaufwirtschaft tätig sind, sowie internationalen Organisationen, die sich mit verschiedenen Aspekten der Kreislaufwirtschaft befassen. Er beginnt mit einer kurzen Beschreibung der Kreislaufwirtschaft als Konzept, bevor er die Rolle des internationalen Handels bei der Erleichterung des Übergangs zu einer stärker kreislauforientierten Wirtschaft beleuchtet. Dabei untersucht er insbesondere die Rolle multilateraler Institutionen und handelspolitischer Rahmenbedingungen, wie beispielsweise der Welthandelsorganisation (WTO), und gibt konkrete Handlungsempfehlungen.